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Gitarre:

Die Gitarre (von griechisch κιθάρα, ursprünglich die Kithara, ein leierartiges Instrument) ist ein Musikinstrument aus der Familie der Kastenhalslauten, hinsichtlich der Tonerzeugung ein Saiteninstrument, von der Spieltechnik her ein Zupfinstrument.Gitarre-Teile

Bezüglich der Tonerzeugung wird zwischen akustischen und elektrischen (E-)Gitarren unterschieden. Dieser Artikel legt den Schwerpunkt auf die akustische Gitarre. Eine Gitarre ist in drei verschiedene Teile untergliedert: Kopf, Hals und Korpus.

Die sechs verschieden dicken Saiten einer Gitarre sind meistens auf E - A - d - g - h - e’ gestimmt (Standardstimmung). Jede Saite ist somit eine Quarte (fünf Halbtöne) höher als die darunterliegende (Ausnahme: die h-Saite ist eine große Terz (vier Halbtöne) höher als die g-Saite).

Diese Stimmung ist erst seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebräuchlich. Daneben werden Offene Stimmungen (Open Tunings) verwendet. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Stück Das Loch in der Banane von Klaus Weiland. Bei offenen Stimmungen wird die Gitarre so gestimmt, dass beim Anschlagen der leeren Saiten ein Akkord erklingt. Durch das Mitschwingen der leeren Saiten erhält die Gitarre einen volleren Klang.

Noten für Gitarre werden im Violinschlüssel notiert, erklingen aber eine Oktav tiefer. Heutzutage hat die Tabulaturdarstellung gegenüber der Notendarstellung wieder an Bedeutung gewonnen, um Musikstücke schriftlich festzuhalten und zu lesen.

KonzertgitarreGuitar_Classical_two_views
Der Korpus einer hochwertigen Konzertgitarre wird in der Regel aus massivem Palisanderholz vom Gitarrenbauer gebaut. Für die Decke wird besonders fein gewachsenes Fichten- oder Rotzedernholz verwendet. Der Hals besteht aus Cedro, das Griffbrett aus Ebenholz. Für die verschiedenen Einlegearbeiten um das Schallloch und am Rand werden auch verschiedenste andere exotische und einheimische Hölzer benutzt.

Hochwertige Konzertgitarren werden in der Regel mit Schellack handpoliert. Mit diesem natürlichen Harz wurden früher auch sämtliche Möbel lackiert. Er hat den Vorteil, dass er jederzeit wieder auf Hochglanz poliert werden kann und kleine Kratzer dadurch wieder verschwinden. Allerdings verlangt Schellack eine konsequente Pflege und Nachpolitur, um nicht unansehnlich stumpf auszusehen.

Die Konzertgitarre hat im Vergleich zur Western- und E-Gitarre ein breiteres Griffbrett.

Die drei Basssaiten sind aus Nylonseide und mit Kupfer- oder Silberdraht umsponnen, gelegentlich auch die 3. (g-) Saite. Die drei (bzw. zwei) Melodiesaiten sind aus massivem Nylon. Seit einiger Zeit wirden statt der hohen Nylonsaiten (g-, h-, e`) auch Carbonsaiten verwendet. Es gibt immer noch alte Konzertgitarren, die mit Darmsaiten bespannt sind. Diese bestehen heutzutage aus Schafsdarm.

Die erste Konzertgitarre mit der heutigen 8 Form wurde übrigens von einem Spanier namens Torres vor ca. 2 Jahrhunderten entwickelt.

Flamencogitarre
Die Flamencogitarre ist der Konzertgitarre sehr ähnlich, jedoch ist der Korpus minimal kleiner und vorzugsweise aus Zypresse oder Zeder gefertigt, welches ihr einen höheren, weniger basslastigen und einzigartigen Klang verleiht und ihr mit dem Apoyando zu einem lautem und durchdringendem Klangbild verhilft. Oftmals haben Flamencogitarren einen Golpeador, welcher die Gitarre vor der flamencotypischen Schlagtechnik Golpe schützt. Auch werden härtere Saiten als bei der Konzertgitarre bevorzugt. Typisches Hilfsmittel bei der Flamencogitarre ist der Kapodaster.

Folk- und Westerngitarre
Bei der Westerngitarre sind die Saiten aus Stahl und haben eine wesentlich höhere Saitenspannung als Nylonsaiten. Der Hals ist ähnlich wie bei einer E-Gitarre schmal und enthält — wie fast alle Stahlsaitengitarren — häufig einen spannbaren Stahlbogenkern, um die Gegenspannkraft des Holzhalses, gegenüber den Zug der Stahlsaiten, zu korrigieren. Eine Westerngitarre hat in der Regel 6 Saiten (selten auch 7 oder 12).

Die Folk -Westerngitarre hat einen sehr hellen Klang der durch das Benutzen eines Plektrum ( Plektro) noch brillanter ist. Auf einer solchen Gitarre kann man gut Pop und Rock Musik nachspielen.

Gibt es das Instrument in verschieden Größen?
Die Gitarre gibt es in unzähligen Größen und Mensuren. Für die Kinder werden 1/2- oder 3/4-Gitarren nach Absprache mit dem Lehrer empfohlen. Es gibt Linkshänder-Gitarren, wenn gewünscht. Aber auch Linkshänder können eine gewöhnliche Gitarre verwenden.

Was gibt es vor und beim Kauf zu beachten?
Da die Gitarre ein rein akustisches Instrument ist, steht der Klang ganz vorne bei der Kaufentscheidung. Die Bauart (Flamenco, Klassik, Western) sollte ebenfalls vor dem Erwerb geklärt sein, da diese unterschiedliche Spieltechniken begünstigt. Zum Testen des Instruments sollte man mit Begleitung kommen, weil der Hauptton einer akustischen Gitarre durch das Schallloch nach vorne austritt und man als Spieler ja dahinter sitzt. Empfehlenswert ist, dass man höchstens 3-4 Instrumente an einem Termin ausprobiert. Die Eigenkonzentration und Hörfähigkeit lässt nach etwa 1 Stunde deutlich nach und man kann die Qualität der Instrumente dann nicht mehr so genau unterscheiden.

Hörbeispiel 1

Hörbeispiel 2